Peer.de - Peer-Arne Böttcher

Peer-Arne Böttcher

Elbchaussee 43

22765 Hamburg

 

Tel.: +49 (0) 40 42 10 70 10

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Lebenslauf

Peer-Arne Böttcher (*1976)

 

 

Lokführer wollte ich nie werden. Aber Forstmeister.

Wie mein Großvater.

 

Doch ich schlug einen anderen Lebensweg ein. Mit 10 durfte ich für unsere regionale Wochenzeitung vor den Toren Hamburgs eine eigene (Schach-) Kolumne schreiben. Durch diese ersten publizistischen Gehversuche ermutigt, übernahm ich ein paar Jahre später die Schülerzeitung an der Waldorfschule Hamburg-Farmsen. Das selbsternannte Satireblättchen namens „Loichtturm“ war weitgehend eine Bleiwüste. Fotos ließen sich aufgrund der damals vorherrschenden Produktionsmethode (Fotokopierer) nur zu hell oder nahezu schwarz abbilden. Da kam ich auf die Idee, andere Menschen etwas zeichnen zu lassen. Denn Zeichnungen ließen sich in ansehnlicher Qualität vervielfältigen. Das war die Geburtsstunde der Aktion „Prominente zeichnen den Loichtturm“.

 

Über 300 Menschen, vom Bundespräsidenten bis zu Beate Uhse, machten mit und malten einen Leuchtturm für mich. Der sich daraus entwickelnde Rummel war enorm. Auf Versteigerungen erzielten die Bilder stattliche Preise (zugunsten gemeinnütziger Zwecke) und 1996, wenige Tage vor meinem Abitur, erschienen die ersten 99 Bilder sogar als Buch.

 

Dieses Buch wurde zu meinem ersten PR-Auftrag. Zeitungen und Magazine, Fernsehen und selbst Radio: Alle wollten die Geschichte haben. Sogar das Aussenministerium kaufte palettenweise Bücher – und verschickte sie zwecks besseren Verständnisses deutscher Kultur nach Lateinamerika. Wenn ich an die „Fanpost“ mexikanischer Schulklassen mit Leuchtturm-Zeichnungen denke, muss ich noch heute schmunzeln.

 

Parallel zu diesen Aktivitäten arbeitete ich als Wehrdienstleistender im Bundesverteidigungsministerium (für die Wochenzeitung „Bundeswehr aktuell“) und verdingte mich weiterhin als Freier Journalist für mehrere deutsche Tages- und Wochenzeitungen (Rheinischer Merkur, Hamburger Morgenpost, taz). Darüberhinaus unternahm ich erste Gehversuche als Verleger, indem ich beispielsweise Windjammer-Kalender produzierte – und aus einer Apfelsinenkiste auf der Kieler Woche verkaufte.

 

Der aufkommende Boom des Internets sorgte dafür, dass ich vom Journalismus ins PR-Fach wechselte. Immer mehr Freunde machten sich mit „Multimedia-Agenturen“ und ähnlichen interessant klingenden „Cyberspace“-Aktivitäten selbständig. Das brauchte kommunikative Unterstützung, um sich Gehör und Verständnis zu erarbeiten. Durch meine Arbeit als Freier Journalist hatte ich die dafür notwendigen Kontakte in die Redaktionen.

 

In den folgenden Jahren entwarf und führte ich mit einem wachsenden Mitarbeiterteam die Kommunikation zahlreicher nationaler und internationaler Kunden (Excite, GetMobile, Barclay Card). Bis zum heutigen Tage habe ich für weit über 100 Unternehmen im Bereich „Corporate Communications“ gearbeitet. Neben diesem Einsatz im Auftrag des Kunden gab es immer wieder eigene Projekte. Den Versuch eines Hochschulstudiums beispielsweise.

Trotz meiner Begeisterung für Geschichte, Politik und Neuere Deutsche Literatur sowie eines journalistischen Stipendiums der Konrad-Adenauer-Stiftung verließ ich die Universität vorzeitig. Meine unternehmerischen Aktivitäten waren reizvoller.

 

1998 initiierte ich gemeinsam mit Lars Hinrichs, den ich bei der Bundeswehr kennen gelernt hatte, Wahlkampf98 und politik-digital. 2001 erhielt politik-digital den Grimme-Preis für herausragende redaktionelle Leistungen, 2002 den “Europrix” sowie 2003 den Alternativen Medienpreis Deutschland.

 

1999 gründeten Lars und ich die Böttcher Hinrichs AG. Neben der Beratung rund um Fragen der gezielten Multiplikatoren-Kommunikation und der Vernetzung mit relevanten Entscheidern („Relationship Management“) begannen wir, eine Software zu entwickeln. Diese sollte unsere Bemühungen deutlich effizienter und effektiver gestalten. Ein lehrreiches Unterfangen, denn Softwareentwicklung ist eine diffizile Angelegenheit und wir scheiterten. Zudem ging der „New Economy“ und damit dem Großteil unserer Kunden die Puste aus. Die Böttcher Hinrichs AG war zu diesem Zeitpunkt bereits zu groß, um sich kurzfristig an diese veränderten Rahmenbedingungen anpassen zu können. Eigene Fehler kamen hinzu und so entschieden wir, wenige Tage vor dem 11. September 2001, die Tür wieder abzuschließen.

 

Neben den gesammelten Erfahrungen bleiben zwei Projekte aus dieser Zeit besonders in Erinnerung: Die Wahl der „7 Neuen Weltwunder“ sowie die Aufstellung der weltweit ersten virtuellen Präsidentschaftskandidatin: Jackie Strike

 

Ursprünglich war Jackie ein Guerilla-PR-Projekt für einen in die USA expandierenden Kunden, wirkungsvoll platziert zum Independence Day. Letztlich gründeten wir mit mehreren begeisterten Freunden die „Jackie for president GmbH“ und bauten einen virtuellen Avatar, der in der Lage war, selbständig Fernsehinterviews zu geben. Jackie war ein Kracher und unterlag im Rennen mit Al Gore und George W. Bush nur denkbar knapp. Zumindest gefühlt.

 

Seit 2002 bin ich mit der heutigen „Peer-Arne Böttcher Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH“ aktiv. Zugegeben: Der Name treibt jedem Stempel-Hersteller Schweißperlen auf die Stirn. Aber für meine Aktivitäten passt er. Meine Spezialität: Der Aufbau der Unternehmens-kommunikation für kleine und mittelständische Unternehmen – und das an lediglich einem (gut vorbereiteten) Tag. Mehr braucht es nicht, um im Anschluss die Kommunikation eigenständig zu betreiben oder aber, auf Basis eines kompetenten Briefings, an externe Dienstleister zu übergeben.

 

Schwerpunkt meiner Aktivitäten in den letzten Jahren: Der Aufbau des im August 2008 von mir gegründeten Business Club Hamburg. Inzwischen sind weitere Unternehmens-beteiligungen hinzugekommen.

 

Vier wundervolle Kinder sorgen dafür, dass meiner Frau und mir auch zuhause nicht langweilig wird. Zu meinen früheren Ausgleichsaktivitäten (Basketball, Marathon, Triathlon) komme ich heute zwar nicht mehr. Dafür nehme ich es in zahlreichen anderen Disziplinen, wie Gute-Nacht-Geschichten erzählen oder Windelnwechseln, mit jedem auf.

 
 

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