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Smart Economy

Ein- und Aussichten rund um die Frage "Wie gewinne ich Geschäftsfreunde?" 

Kategorie: Frage & Antwort
18.11.2013  

10 Fragen an: Nils Winkler, Barbecue-Maestro und Welteroberer

Nils Winkler ist seit Mitte 2011 Chairman of the Board von YAPITAL. Durch die Dienstleistungen des Tochterunternehmens der OTTO Group können Kunde in Geschäften und im Internet bargeldlos zahlen.  

Der ausgewiesene Experte für den Aufbau neuer Geschäftsfelder und Geschäftsmodelle war davor CEO der Hi-media Deutschland AG. In dieser Rolle war Nils Winkler im Wesentlichen mit der Verbreitung der ePayment-Systeme im deutsch- sprachigen Raum betraut, die sich in erster Linie an Anbieter digitaler Güter richteten.

Zuvor hat er als Vertriebsverantwortlicher und Chief Business Development Officer der ADTECH AG das Adserving-Geschäft entscheidend mitgeprägt und internationalisiert, unter anderem auch in die USA.

 

1. Wie würden Sie selbst sich einem Unbekannten in einer SMS beschreiben? 

Groß, stattlich, Brille. Eher casual. Macher, ergebnisorientiert. Ziemlich stressresistent. Netzwerker, aber nicht um jeden Preis. Kennt Gott und die Welt (vor allem die Welt). 

 

2. Was glauben Sie: Welchen nullten Eindruck machen Sie auf einen Dritten?

Zielstrebig, ergebnisorientiert mit einer Neigung zu anspruchsvollen Aufgaben im internationalen Umfeld, technologienah. Aber auch sehr weltgewandt mit vielen Kontakten um den Globus. Zugleich Familienmensch. Facettenreich aber doch im Kern sich selbst treu. 

Spannender Karriereweg vom Journalisten zum Manager eines strategischen Großprojekts (das überrascht und erfreut mich auch immer wieder). 

 

3. Wenn Sie Ihre bisherige Karriere als Rezept beschreiben sollten: Welches waren die wichtigsten Zutaten?

Glück, Fleiß, Zielstrebigkeit, die richtigen Kontakte zur richtigen Zeit, Überzeugungskraft, Risikobereitschaft für große Chancen. Aber auch ein klein wenig schmerzbefreit zu sein. Und sicher eher Weltbürger zu sein – in einem Dorf wäre ich nichts geworden. Und das alles in wechselnder Reihenfolge und Gewichtung. Und als Sahnehäubchen eine tolle Familie, die mich dabei unterstützt – allen voran meine Frau, die auch mal eben nach New York mitgegangen ist. Toll. 

 

4. Wer war der erste und womöglich entscheidende Kontakt für Ihre Karriere?

Da gab es mehrere entscheidende Kontakte. Für den Journalismus war das Carsten Kock, damals Chefredakteur des neuen Senders NORA in Kiel, der mir ein Volontariat ermöglicht hat. Dirk Freytag ist zu erwähnen, der mich zu ADTECH geholt hat, erst im Vertrieb. Und zuletzt Marc Berg, der bei einem Mittagessen erkannt hat, dass ich der richtige Mann bin für ein Projekt wie Yapital bei der Otto Group. Aber letztlich ist es die Summe aller Kontakte, die für eine Karriere entscheidend ist – und manchmal weiß man es bei einem Kontakt auch erst nach Jahren. 

 

5. Haben Sie für sich eine Regel entdeckt, nach der Sie Ihre Ziele am besten erreichen?

Ja. Ich mache mich an die Arbeit. Das führt meistens zu Ergebnissen. Und ich gebe anderen den Freiraum, auch etwas zu leisten – damit verteilt sich jede Aufgabe auf viele Schultern. 

 

6. Unterscheidet sich Ihr analoges von Ihrem digitalen Netzwerk?

Absolut. Das „analoge“ Netzwerk – das mit echten Menschen, denen man begegnet und mit denen man spricht – ist kleiner als das mit digitalen Identitäten, mit denen man Nachrichten austauscht. Das liegt schlicht in der Natur der Dinge. Ich denke, am Ende sind Netzwerke wie Linkedin oder Xing eine Funktionserweiterung für das persönliche Adressbuch („Bei dem Namen klingelt was – wer war das noch...???“) während ein echtes, persönliches Netzwerk eben einen anderen Einsatz erfordert an Zuwendung und Zeit. Mir ist es lieber, direkt mit Menschen umzugehen – sodass ich, wenn es konkretere Ansätze gibt – immer von Angesicht zu Angesicht mit meinen Gesprächspartnern zu sein.

 

7. Haben Sie sich schon einmal bewusst gegen Ihr Bauchgefühl entschieden?

Ja. Und das war ein Fehler. 90% der Nervenbahnen verlaufen vom Bauch zum Kopf – und im Bauch sitzen rund 100 Millionen neuronale Zellen. Es kann also nicht ganz falsch sein, darauf zu hören. 

 

8. Haben Sie Menschen in Ihrem Netzwerk, denen Sie „blind“ vertrauen? Wenn ja: Warum?

Auch wenn ich damit vereinzelt sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe, überwiegen die guten: Ja, ich gebe den Menschen um mich herum einen großen Vertrauensvorschuss. Die meisten verbrauchen diesen auch nicht. Blindes Vertrauen? Das ist nicht klug. Auch nicht, wenn man jemandem zu 100% vertraut. Denn das bedeutet ja lediglich, dass der oder diejenige niemals bewusst dieses Vertrauen ausnutzen würde. Aber entspricht das, was passiert, auch den eigenen Vorstellungen? Passt es in die Strategie (geschäftlich)? Es ist doch besser, wenn man Ziele bespricht und die Ergebnisse dann damit vergleicht. Für alle Beteiligten. Auch das ist Vertrauen, dass man jemanden seinen Job machen lässt. Aber nein, ein Blindflug ist nie ratsam im Leben.  

 

9. Wie überprüfen Sie für sich selbst die Integrität eines Gesprächspartners?

Das kommt auf die Situation an. Im Geschäftsleben sind mir Referenzen wichtig von Menschen, denen ich vertraue. Auftreten ist mir wichtig – und dabei achte ich auch auf Dinge wie Kleidung (allerdings bewerte ich nicht, wenn jemand sich locker kleidet – eher achte ich auf dreckige Schuhe). Hygiene ist ein Zeichen von Selbstkontrolle – fehlt diese, ist mir der Kontakt suspekt (zum Beispiel bei schwarzen Rändern unter den Fingernägeln). Kleinigkeiten. Am Ende ist es das gesagte Wort und das Bauchgefühl. Beides erzeugt im persönlichen Gespräch den letzten Eindruck, bevor ein Gesamtbild entstanden ist. 

 

10. Welchen Menschen wollten Sie unbedingt kennen lernen – und wie haben Sie es angestellt?

Ansprechen hilft meistens. Ich habe persönlich keinen Menschen über zweieinhalb Jahren kennen gelernt, der beißen würde. Der Rest ergibt sich. 

 

 


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